Kinder-Spitex mit Bea Blaser

Montag, 6. Oktober 2014

Kinder-Spitex (Kispex) Kanton Zürich

Präsentation Bea Blaser

Die Kinder Spitex, kurz Kispex, hat zum Leitmotiv „Dihei isches eifach schöner“.

Kispex Kanton Zürich wurde 1995 gegründet und hat zum Ziel (schwer) kranken, behinderten, verunfallten oder sterbenden Kindern einen Aufenthalt im eigenen Zuhause zu ermöglichen.

Dabei handeln sie nach dem Credo „Kinder sind anders. Kinder sind keine jungen Erwachsenen“. Das bedeutet, dass alles Personal der Kispex eine Spezialausbildung hat.

Wichtig ist, dass bei jedem Kind, das zu Hause von der Kispex betreut wird, zuerst ein Arzt attestiert, dass der Zustand des Kindes stabil genug ist, um nicht im Spital gepflegt werden zu müssen. Für jedes Medikament und jede weitere Behandlung wird ein ärztliches Attest benötigt.

Der Vorteil der Kinderpflege zu Hause ist, dass die Familie als Einheit erhalten bleibt. Zudem hat man festgestellt, dass auch unheilbar kranke Kinder im Kreis der Familie Fortschritte machen können, die sie im Spital nicht zeigen.

Zahlen aus 2013 (Kispex Kt ZH):

  • 215 Kinder gepflegt
  • 1/3 aller Pflegestunden fallen im palliativen Bereich an
  • Von den 0-18 Jahre alten Kinder, die gepflegt werden, ist die grösste Gruppe diejenige der 1-5-jährigen.

Kispex Kanton Zürich ist eine Zewo zertifizierte Non-Profit-Organisation. Die Gelder kommen von den Versicherern, von der öffentlichen Hand (Gemeinden) und von Spenden. Wobei ¼ jeder Pflegestunde über Spenden finanziert werden muss.

Die Kispex-Mitarbeiter pflegen eine vorausschauende Planung mit dem Arzt. Dies stellt sicher, dass wenn die erwarteten Symptome einer Krankheit eintreffen, nicht erst noch mit dem Arzt verhandelt werden muss, sondern das Medikament oder z.B. der Sauerstoff bereits zur Verfügung steht. Dies erleichtert einen reibungslosen Ablauf und mindert den Stress für die Familie.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies ein wichtiger und definitiv nicht einfacher Job ist, den die Mitarbeiter der Kispex leisten.

Frau Blaser legt allen noch ans Herz, doch bereits in der Schwangerschaft Kinder privat und vor allem Zusatz zu versichern. Wird ein Kind krank geboren, wird es enorm schwierig noch zusätzliche Unterstützung von der Krankenkasse zu erhalten.

D. Fatio